Radscheiben für den MTH Taurus

Über den Jahreswechsel 2018/19 wurden eine Siemens Dispolok vom BW Saarbrücken und eine Railion BR 182 des BW Augsburg im Saarland mit den von der Firma Kuswa vertriebenen Radscheiben bestückt.

Abb. 1: MTH Taurus mit „nackten“ Rädern

Alle von MTH ausgelieferten Taurus Maschinen bieten ein wunderbares „tuning Potential“ im Bereich der Räder. Betrachtet man sich Vorbildfotos – Suchbegriff: ÖBB Taurus Drehgestell – sieht man den Unterschied zwischen Modell und Vorbild.

Konstruiert von Peter Lehmann vertreibt nun die Firma Kuswa geätzte Radscheiben für die Taurus Maschinen. Es gibt zwei Farbvarianten; hell- und dunkelgrau. Bestellnummer 0e 283 für die hellgraue Ausführung und die Bestellnummer 0e 283d für die dunkelgraue Ausführung. Hier geht es zur Homepage der Fa. Kuswa.

 

 

Abb. 2: die beiden Radsatzvarianten von Kuswa

Für die Siemens Dispolok wurde der dunkelgraue Radscheibensatz geordert, die Railion Lok erhält die hellgrauen Radscheiben.
In Abbildung 2 sieht man sehr schön die zwei unterschiedlichen Ausführungen der Radscheiben. Einmal glatt mit einem äußeren Schraubenring und einmal mit 6 Bohrungen. Pro Achse wird jeweils eine Radscheibe „glatt“ mit dem Schraubenring und eine Radscheibe mit den sechs Bohrungen benötigt.

Die noch nicht behandelten Räder der Taurus Maschinen sehen wie folgt aus:

 

Abb. 3: Räder an der Dispolok

 

Abb. 4: Drehgestell der Railion Lok

Auf den Abbildungen 3 und 4 sieht man sehr schön den mittleren Radkranz, dieser ist die Auflagefläche für die Radscheiben! Doch zuerst müssen wir die Radscheiben aus der Ätzplatte lösen.

 

Abb. 5: Ätzplatte und Schere

Mit einer kleinen Blechschere werden die Radscheiben aus der Ätzplatte herausgeschnitten. Die an den Radscheiben noch vorhandenen Stege werden mit einer Metallfeile bearbeitet.

 

Abb. 6: Entgraten mit einer Metallfeile

Um die Passgenauigkeit zu erreichen müssen die Grate entfernt werden. Aber Achtung, nicht zu viel wegfeilen!!!

Abb. 6: Montageplan

Neben den bestellten Radscheiben wird auch ein Montageplan mitgeliefert auf dem die Bestückung der Räder mit den unterschiedlichen Radscheiben gezeigt wird. Die Radscheibe mit den 6 Bohrungen wird immer auf das rechte Rad eines Drehgestells geklebt, die Radscheibe mit dem äußeren Schraubenring wird immer auf das linke Rad des Drehgestells „montiert“.

 

Abb. 7: Sekundenkleber

Zur Befestigung der Radscheiben verwendeten wir einen mittelviskosen Sekundenkleber.

Abb. 8: Auflagefläche für die Radscheibe

Auf den mittleren Radkranz wird der Sekundenkleber mit einem Zahnstocher oder einem Schaschlik Spieß aufgetragen.

Die Radscheiben dann mit Hilfe einer Spitzpinzette über die Radnabe geschoben, auf den mittleren Radkranz gelegt und etwas angedrückt, fertig ist die Montage! Für diese Arbeiten ist der Einsatz einer Lokliege sehr hilfreich!

 

Abb. 9: die ersten geklebten Radscheiben an der Siemens Dispolok

Nicht erschrecken, es sind tatsächlich die dunkelgrauen Radscheiben, durch den seitlichen Lichteinfall erscheinen sie erheblich heller.

Nun werden alle Radscheiben wie beschrieben auf die restlichen 6 Räder der Dispolok geklebt, immer darauf achten, dass die Radscheibe mit den 6 Bohrungen auf das rechte Rad des Drehgestells (Draufsicht) „montiert“ werden.

 

Abb. 10: Die Radscheiben an der Dispolok bei Aussenlicht

Nach der Montage der Radscheiben an der Siemens Lok wird die Railion Maschine ins AW gerollt.

Abb. 11: MTH Railion 182 002-6 mit den neuen Radscheiben in hellgrau

 

Abb. 12: Siemens Dispolok mit den dunklen Radscheiben

 

Abb. 13: beide Taurus Lokomotiven mit dem Radscheibensatz von Kuswa

Die beiden Taurus Lokomotiven sind fertig und werden in den nächsten Tagen wieder dem Betriebsdienst zugeführt.

 

Werbeanzeigen