Geschwindigkeitsmesser für die Modelltriebfahrzeuge

In den letzten Jahren nahm die Anzahl der eingegangenen Knöllchen für das Überschreiten der vorgegebenen Höchstgeschwindigkeit meiner Triebfahrzeuge stark zu….
In Gesprächen mit Rainer und Thomas Löffler wurde die Möglichkeit eines Geschwindigkeitmessers für Modellbahnfahrzeuge diskutiert.

Basierend auf den von Thomas angebotenen Rollenprüfständen sollte es doch möglich sein, diesen auch für Geschwindigkeitsmessungen einzusetzen.
Zwischen unserem ersten Gespräch und dem Präsentieren des ersten Prototyps ist fast genau ein Jahr vergangen. Ende 2016 konnte uns Thomas den Prototyp zu Versuchszwecken zur Verfügung stellen.

Fast das ganze Jahr 2017 wurde das Gerät optimiert bis wir im Oktober diesen Jahres das erste Seriengerät per Post zugeschickt bekamen.


Bild1 Anzeigegerät und Messreiter

Wie in Bild 1 zu sehen besteht der Geschwindigkeitmesser aus zwei Geräten, dem Anzeigegerät und dem Messreiter.  Der Messreiter wird einfach in die Rollenprüfstände von weloe eingelegt.


Bild2 Rollenprüfstand mit eingelegtem Messreiter und Anzeigegerät

 

Bevor die Messungen durchgeführt werden können, ist es sinnvoll die Spurweite, die Anzeige „Zentimeter pro Sekunde“ bzw. „Kilometer pro Stunde“ sowie die Messintervalle am Anzeigegerät einzustellen.


Bild3 Anzeigegerät mit Eingabetasten und Display

Sind die Eingaben am Anzeigegerät gemacht kann mit der „Messfahrt“ begonnen werden. Logsich, dass eine angetriebene Achse auf dem Messreiter aufliegt, sonst darf man sich nicht wundern wenn als Geschwindigkeit 0 km/h angezeigt wird!

Den ermittelten Wert kann man nun mit der Vorbildgeschwindigkeit vergleichen und diesen, über die CV-Programmierung an einer Digitalzentrale anpassen.
Jetzt ist es auch möglich bei allen Fahrzeugen einer Bauartgruppe die gleiche Vmax einzugeben und darüberhinaus, durch festlegen von 4 bis 5 Punkten auf der Geschwindigkeitskennlinie ein gleiches Fahrverhalten sowohl im Beschleunigungs- als auch Bremsmodus zu erreichen. Dieses Argument ist für den Betrieb in Mehrfachtraktion sehr wichtig! Jetzt können z.B. zwei Lenz 50er in Doppeltraktion vor einem Zug eingesetzt werden, ohne dass die Loks sich gegenseitig das „Fahren“ schwer machen.
Über dieses Argument von Rainer musste ich etwas nachdenken, denn ein Lokprofil in einer Digitalzentrale zu speichern und dann auf eine andere Lok zu kopieren ist doch einfach und geht auch ohne das Messgerät! Aber jede Lok, auch wenn sie mit den gleichen Komponenten zusammengebaut wurde, hat ein unterschiedliches Fahrverhalten, sodaß die Einstellung z.B. der Fahrstufe 5 auf 30 km/h in der Digitalzentrale für die 212 129 und dem kopieren des Profils auf die 212 005 ganz andere Werte beim Messen ergeben können.

Jetzt kann der Winter kommen, es gibt genug zu tun !

Hier geht es zur Webseite von WeLoe mit mehr Infos zu den Geräten.

Viel Spass beim vorbildgerechten Anpassen der Vmax!

 

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