Kopfsteine für die Laderampe im Bf Blumfeld -Teil 2-

Nachdem meine Finger wieder etwas Gefühl bekommen haben, besonders der Daumen und der Zeigefinger meiner rechten Hand, kann´s weitergehen mit den beiden Kopfsteinpflastermusterplatten.

Kopfsteinpflasterplatte Bogenmodul

Abb: Kurvenplatte mit Kopfsteinpflaster im Reihenverband

Nun ist auch die zweite Musterplatte fertig geritzt – und meine beiden Finger, Daumen und Zeigefinger, werden wieder taub….-. Zum Größenvergleich habe ich den Kanaldeckel mit Rand und ein 1-Cent-Stück auf die Kurvenplatte gelegt.

Kopfsteinpflaster Kurvenplatte

Abb: Kurvenplatte mit 1-Cent-Stück

Auf dieser Platte habe ich die Pflastersteine extra im 9/11, 14/17 und Größen dazwischen dargestellt; meiner Meinung nach eignet sich diese Steingröße gut für Fußgängerzonen oder Marktplatzgestaltung. Meine Laderampe werde ich mit den größeren Steinen (Rechteckplatte vorderer Teil) versiegeln.

Kopfsteinpflasterplatten Spur 0

Abb: zwei Kopfsteinplatten

Jetzt versuche ich die beiden „Grundplatten“ so zusammenzusetzen, dass der Stoß nicht zu sehen ist. Hierzu werden beide Platten auf ein 1-mm-Balsaholzstück gelegt, die Außenkonturen angezeichnet und die Innenfläche mit PonalExpress bestrichen und für ca 20 min. mit einem Stahllineal und meinem kleinen Ambos beschwert.

Kopfsteinpflaster Spur0

Abb: Zusammenfügen der beiden Musterplatten

Nach dem Trocknen des Holzleimes habe ich die überstehenden Balsaholzteile mit einem scharfen Messer abgeschnitten. Das Musterstück sieht nun wie auf dem obigen Foto aus. Der Plattenstoß ist kaum zu sehen, aber noch habe ich ihn nicht bearbeitet.
Zuerst werden die Niveauunterschiede mit einem Messingpinsel „glattgerieben“. Dabei gehen ein paar Fugen „flöten“, das macht aber nichts, ich darf nur nicht vergessen die flüchtigen Fugen mit der Reissnadel nachzuziehen…..

Kopfsteinpflaster Spur0

Abb: „verarbeiteter Stoß“

So, nun sind die beiden Platten zusammengefügt, im nächsten Schritt geht´s ans Lackieren. Die Grundfarbe wird HEKI Straßenfarbe Asphalt sein.

Kopfsteinpflaster Farbe Asphalt

Abb:Musterplatte mit Grundfarbe versehen

Keine Angst, es ist nur die Grundfarbe im ersten Anstrich 😉 Manch einer würde diese Platte schon als fertiges Produkt bezeichnen, mir gefällt sie noch nicht!

Kopfsteinpflaster mit Vertiefungen

Abb: „Rillenplatte“ mit Grundanstrich

Nach der Trocknung wird ein zweiter Anstrich mit der gleichen Farbe durchgeführt.

Kopfsteinpflasterplatte

Abb: Kopfsteinpflasterplatte mit Grundfarbe „Asphalt“

Die Musterplatten mit dem Grundanstrich „Asphalt“.

Kopfsteinpflaster Detailbetrachtung

Abb: Detailbetrachtung

Noch sieht die „Platte“ langweilig aus……

Kopfsteinpflaster koloriert Spur0

Abb: Musterplatte mit angemalten Pflastersteinen

Jetz wird es interessant, nachdem ich die beiden Platten mit stark verdünnter Farbe „sandgelb“ bestrichen habe und dann auch gleich die Farbe mit einem trockenen Schwämmchen wieder abgewicht habe (Lasurtechnik), heisst es wieder warten bis alles gut getrocknet ist.

Nun konnte ich mit dem „Bemalen“ der einzelnen Steine beginnen, hierzu habe ich die Farben braun, linde und HEKI Farbe Granit, in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen vermischt und die Steine abwechselnd gepinselt.

Kopfsteinpflaster "Basalt"

Abb: Detailbetrachtung colorierte Kofpsteinpflaster „Basalt“

Man o man, ist das ne Arbeit ,-)) aber mir gefällt es.

Kopfsteinpflaster Spur0

Abb: Kopfsteinpflaster erste Kolorierungsstufe

Die Steine sind schön erhaben und die Fugen kommen gut rüber, aber mir sind die Pflastersteine noch zu rau, doch hierzu später mehr…

Spur0 Kofpsteinpflaster

Abb: UNIMOG auf einer Kopfsteinpflasterstrecke

Die erste Stellprobe mit dem UNIMOG von Bauer Lempke sieht schon sehr vielversprechend aus……

Kopfsteinpflaster Spur0

Abb: Musterplatte mit zwei verschiedenen Kolorierungstechniken

So, jetzt sind wir an einem interessanten Punkt angelangt. Auf dem obigen Bild sehen Sie im rechten Teil die aufwendige Methode der „Einzelsteinbearbeitung“ und im linken Teil der Musterplatte wurde die „Wischtechnik“ angewandt. Hier wird die Farbe mit einem Borstenpinsel großflächig aufgetragen und mit einem trockenen Schwamm verrieben. Nun kann jeder für sich entscheiden, was schöner ist…..

Mit gefällt das Ergebnis der aufwendigen Methode vieeeel besser,deshalb werde ich meine Rampe und Ladestrasse mit den etwas größeren Steinen und der „Einzelsteinbearbeitung“ kolorieren.

Kopfsteinpflasterplatte Spur0

Abb: Kopfsteinpflasterplatte vor dem Polieren

Die endgültige „Helligkeit“ der Pflastersteine wird erst nach dem Einbau der Platte bestimmt, folglich wird die obige Platte erstmal so bleiben.

Kopfsteinpflasterplatte Spur0

Abb: „Wichstechnik“ Teil der Platte

Zur Vollständigkeit hier noch ein Foto vom „Wischtechnik“ Teil der Musterplatte, hat auch etwas, mit etwas Fugenverschmutzung wird dieser Teil auch interessant aussehen.

Kopfsteinpflastersteine

Abb: schöne Fugen

So sehen die Kopfsteinpflastersteine nach dem Kolorieren aus, jetzt muss ich nur noch die Steine „polieren“, dies wird mit einem Dremelaufsatz gemacht, wie im echten Leben beim Bodenbonern, gleite ich über die Steine, aber Achtung nicht zu fest und nicht zu lange, sonst sind die Farbe und die Steine weg, lach…..

Größenvergleich Kopfsteinfplastersteine Spur0

Abb: und schon wieder der UNIMOG

War eine schöne kleine Fingerübung, jetzt werden wir uns ein paar Gedanken machen, ob wir ein Urmodell erstellen und mit welchen Abmessungen ;-).

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und weiterhin viel Spass beim Modulbauen und gemeinsamen Fahrbetrieb.
Haben Sie Fragen, kein Problem, schreiben Sie mir einfach eine E-Mail an: nullmodule@web.de.

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